Das Winterthurer Startup Borobotics AG ist von Emissions Reduction Alberta im Rahmen der «Drilling Technology Challenge» als eines von zehn Unternehmen ausgewählt worden. Das Unternehmen mit Sitz im Technopark Winterthur erhält damit eine Förderung von rund 2,5 Millionen Schweizer Franken.
Das Winterthurer Startup Borobotics AG gehört zu den zehn Unternehmen, die von Emissions Reduction Alberta im Rahmen der «Drilling Technology Challenge» ausgewählt wurden. Das Unternehmen mit Sitz im Technopark Winterthur erhält 4,4 Millionen kanadische Dollar, was umgerechnet rund 2,5 Millionen Schweizer Franken entspricht. Mit der Unterstützung soll das Startup seine Technologie für Bohrungen im Bereich von Erdwärmesonden weiterentwickeln. Der autonome Bohrroboter ist darauf ausgelegt, Bohrprozesse effizienter, platzsparender und emissionsärmer zu machen. Damit adressiert Borobotics einen zentralen Hebel für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors: den einfacheren Zugang zu oberflächennaher Geothermie für Wärmepumpensysteme.
Teil eines internationalen Innovationsnetzwerks
Insgesamt investiert Emissions Reduction Alberta 37 Millionen kanadische Dollar, umgerechnet rund 21 Millionen Schweizer Franken, in zehn Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 179 Millionen kanadischen Dollar, also rund 101 Millionen Schweizer Franken. Die ausgewählten Projekte sollen neue Bohrtechnologien voranbringen, die Emissionen reduzieren, die Effizienz steigern und neue Möglichkeiten in Bereichen wie Geothermie, kritische Mineralien, Öl und Gas sowie Carbon Capture eröffnen.
Für Borobotics ist die Förderung ein wichtiger internationaler Meilenstein. Das Unternehmen wird im Rahmen des Programms als Projektstandort mit Winterthur und Calgary aufgeführt und ist damit Teil eines internationalen Innovationsnetzwerks, das Unternehmen aus Alberta mit Technologiepartnern aus der Schweiz, Norwegen, den Niederlanden und den USA verbindet.
Die «Drilling Technology Challenge» von Emissions Reduction Alberta unterstützt Technologien wie robotische Automatisierung, KI-gestütztes Energiemanagement, moderne Sensorik, präzise Bohrnavigation, hybride Energiesysteme und neue Ansätze für die Geothermie. Ziel ist es, Bohrprozesse sicherer, effizienter und klimafreundlicher zu machen.
Die zehn geförderten Projekte sollen nach Einschätzung von Emissions Reduction Alberta jährlich rund 24’100 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen. Bis 2030 werden kumulierte Reduktionen von rund 68’300 Tonnen erwartet, bis 2050 rund 308’100 Tonnen. Bei einer breiteren Anwendung der Technologien könnte das Einsparpotenzial weiter steigen.
Emissions Reduction Alberta
Emissions Reduction Alberta ist eine Organisation, die seit 2009 Projekte zur Emissionsminderung und zur Entwicklung sauberer Technologien unterstützt. Bisher hat ERA 1,17 Milliarden kanadische Dollar in 352 Projekte mit einem Gesamtwert von über 11,3 Milliarden kanadischen Dollar investiert. Die geförderten Technologien sollen gemäss ERA bis 2030 Emissionen von 28,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten und bis 2050 von 83,1 Millionen Tonnen reduzieren.
Starkes Signal aus dem Technopark Winterthur
Die Förderung von Borobotics zeigt, dass innovative Technologien aus dem Technopark Winterthur auch international auf Interesse stossen. Mit seinem autonomen Bohrroboter positioniert sich das Startup in einem wachsenden Zukunftsmarkt und leistet einen Beitrag dazu, Geothermie einfacher zugänglich und klimafreundliche Wärmeversorgung breiter einsetzbar zu machen.