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Startup-Erfolgsgeschichten, TPW-News

MoleSense und KEMARO gewinnen den Swiss Excellence Product Award 2026

Die Gewinner des Swiss Excellence Product Award 2026 stehen fest: MoleSense wurde am 17. September im Technopark Winterthur in der Kategorie Startup ausgezeichnet, die KEMARO AG sicherte sich den Award in der Kategorie KMU. Insgesamt sieben Finalisten präsentierten ihre Innovationen bei der diesjährigen Preisverleihung und zeigten die grosse Bandbreite technologischer Innovation aus der Schweiz.

Die Entscheidung ist gefallen: Beim Swiss Excellence Product Award 2026 wurden am 17. September im Technopark Winterthur MoleSense und die KEMARO AG ausgezeichnet. MoleSense aus Epalinges VD überzeugte in der Kategorie Startup mit einem nicht-invasiven Wearable zur Messung molekularer Biomarker über die Haut. In der Kategorie KMU setzte sich die KEMARO AG aus Eschlikon TG mit ihren autonomen Hochleistungs-Kehrrobotern für Industrieumgebungen durch. Die beiden Gewinner gingen aus einem Finalfeld von insgesamt sieben Schweizer Unternehmen hervor.

MoleSense gewinnt in der Kategorie Startup

Der Swiss Excellence Product Award 2026 in der Kategorie Startup geht an MoleSense. Das Unternehmen entwickelt ein nicht-invasives Wearable zur Messung molekularer Biomarker über die Haut.

Die erste Anwendung konzentriert sich auf die Hormonüberwachung in der reproduktiven Gesundheit. Ein intelligentes Pflaster soll Hormonwerte kontinuierlich erfassen, Bluttests ergänzen und dazu beitragen, Behandlungszeitpunkte besser zu bestimmen und individuell anzupassen. Dafür verbindet die Plattform Biosensorik, Mikrofluidik und digitale Datenauswertung.

In ihrer Laudatio würdigte Prof. Dr. Petra Moog insbesondere den hohen technologischen Innovationsgrad sowie die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz mit einer konkreten medizinischen Anwendung. Hervorgehoben wurde zudem das internationale Skalierungspotenzial des jungen Unternehmens aus der Westschweiz.

Neben MoleSense standen in der Kategorie Startup die optohive AG, die RELiYOO AG aus dem Technopark Winterthur und die SensorX Solutions AG im Finale.

KEMARO gewinnt in der Kategorie KMU

In der Kategorie KMU ging die Auszeichnung an die KEMARO AG. Das Unternehmen entwickelt autonome Hochleistungs-Kehrroboter für anspruchsvolle Industrieumgebungen und hat sich insbesondere auf grosse Produktions- und Logistikflächen spezialisiert.

Der K900 Gen II kombiniert LiDAR- und 3D-Sensorik mit intelligenten Algorithmen und kann damit selbst komplexe Flächen autonom reinigen. Patentierte Selbstreinigungstechnologien und eine kompakte Bauweise erhöhen die Autonomie und erweitern die möglichen Einsatzbereiche.

Aus der Schweizer Produktidee ist inzwischen eine international eingesetzte Robotiklösung entstanden: KEMARO beschäftigt rund 60 Mitarbeitende. Nach Angaben des Unternehmens sind bereits rund 1’300 KEMARO-Roboter in 40 Ländern im Einsatz.

Die Laudatio hielt Dr. Clemens Jakobi, Präsident der Swiss Excellence Stiftung. Er würdigte insbesondere den unternehmerischen Weg von der Produktentwicklung bis zur internationalen Skalierung und die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens in einem spezialisierten Markt.

Ebenfalls für die Kategorie KMU nominiert waren die Fixpod GmbH und die Timber Structures 3.0 AG.

Sieben Finalisten zeigen die Vielfalt Schweizer Innovation

Die sieben Finalisten machten auch 2026 deutlich, wie breit das Spektrum technologischer Innovation in der Schweiz ist. Die präsentierten Lösungen reichten von Verbindungstechnik für den Holz- und Modulbau über autonome Robotik und innovative Holzdeckensysteme bis hin zu Medizintechnik, Gehirnmessung und der Erfassung von Treibhausgasemissionen.

Alle Finalisten erhielten während der Preisverleihung die Gelegenheit, ihre Produkte und die Geschichten hinter ihren Unternehmen vorzustellen. Moderatorin Regula Elsener führte durch den Abend und rückte in den Gesprächen neben den Technologien auch die unternehmerischen Erfahrungen und persönlichen Wege hinter den Innovationen in den Mittelpunkt.

Der Swiss Excellence Product Award zeichnet marktreife Produkte von Schweizer KMU und Startups aus. Bei der Bewertung stehen insbesondere der Innovationsgrad und die Einzigartigkeit der Lösung, das Wertschöpfungspotenzial, die Qualität des Geschäftsmodells und des Vermarktungskonzepts sowie die Stärke des Teams im Zentrum.

Austausch über Wachstum und erfolgreiche Innovation

Bereits vor der eigentlichen Preisverleihung stand der persönliche Austausch im Fokus. Ab 16.00 Uhr bot das World-Café in Zusammenarbeit mit genisuisse den Finalisten, Gästen sowie Mitgliedern von Jury und Stiftungsrat die Möglichkeit, in kleinen Gesprächsrunden Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen.

Auch die anschliessende Podiumsdiskussion griff zentrale Fragen rund um Innovation und Unternehmenswachstum auf. Vertreter von KEMARO und RELiYOO diskutierten mit Jurypräsident Stefan Philippi darüber, welche Voraussetzungen Unternehmen benötigen, um neue Technologien erfolgreich weiterzuentwickeln und zu skalieren. Im Zentrum standen dabei unter anderem funktionierende und gelebte Prozesse sowie der Zugang zu Kapital für weiteres Wachstum und die internationale Markterschliessung.

Den Abschluss des Abends bildete ein Apéro riche mit Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen Finalisten, Gästen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Innovationsumfeld.

Mit MoleSense und KEMARO haben sich 2026 zwei Unternehmen durchgesetzt, die auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie technologische Entwicklung mit konkreten Anwendungen und unternehmerischer Umsetzung verbunden werden kann.

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