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Startup-Erfolgsgeschichten, TPW-News

Startschuss für den Energy & Environment Accelerator 2026/27

Am Dienstag, 15. September 2026, fiel der Startschuss für den Energy & Environment Accelerator 2026/27. Acht ausgewählte Startups aus dem Energie- und Umweltbereich starten gemeinsam in das sechsmonatige Programm. Mit innovativen Lösungen für intelligente Stromnetze, nachhaltige Wärme und Kühlung, Solarenergie, Elektromobilität, Kreislaufwirtschaft und resiliente Infrastruktur zeigen sie die grosse Bandbreite an Technologien, die zur Energie- und Ressourcenzukunft beitragen können.

Der Energy & Environment Accelerator 2026/27 ist gestartet. Beim Kickoff am 15. September kamen die acht ausgewählten Startup-Teams zusammen und legten damit den Grundstein für die kommenden Monate. Das Programm wird von STARTUP CAMPUS Switzerland der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften organisiert und unterstützt die Startups beim Finden der richtigen Talente, bei der Suche nach den richtigen Industriepartnern und Investoren. Zudem erhalten sie individuelles Coaching, ein Investment-Readiness-Programm, Zugang zu einem Co-Working Space und einem starken Netzwerk. Im Mittelpunkt stehen auch in diesem Jahr Lösungen, die Innovation, Unternehmertum und Nachhaltigkeit miteinander verbinden und einen konkreten Beitrag zur Energie- und Umwelttransformation leisten.

Die acht Startups im Überblick
kuafu entwickelt eine KI-gestützte Plattform für ein intelligenteres Energiemanagement. Sie verbindet Anbieter von Energiemanagementsystemen mit Netzbetreibern und koordiniert lokale Energieressourcen wie Wärmepumpen, Batteriespeicher oder Elektrofahrzeuge. Dadurch sollen vorhandene Netzkapazitäten effizienter genutzt, erneuerbare Energien besser integriert und kostspielige Netzausbauten reduziert werden.

TALPA Inspection macht den Zustand von Stahlbetoninfrastruktur sichtbar, bevor Schäden von aussen erkennbar werden. Das ETH-Zürich-Spin-off kombiniert kontaktlose Korrosionsmessungen mit visuellen Inspektionen und digitalen Zustandsmodellen. Die Technologie kann unter anderem mit Drohnen oder Robotern eingesetzt werden und soll Inspektionen von Brücken und weiteren Infrastrukturbauten schneller, sicherer und datenbasierter machen.

SUNAXER entwickelt Hochleistungsreceiver für konzentrierende Solarthermieanlagen. Eine speziell entwickelte Absorberbeschichtung ermöglicht eine effiziente Aufnahme von Sonnenenergie bei hohen Temperaturen und ist auf eine hohe Beständigkeit ausgelegt. Damit will das Startup die Nutzung solar erzeugter Prozesswärme vorantreiben und insbesondere industrielle Wärmeprozesse unabhängiger von fossilen Energieträgern machen.

Freesuns verbindet Solarenergie mit Architektur. Das Unternehmen entwickelt und installiert integrierte Photovoltaik-Dachziegel, die sich an unterschiedliche Dachformen und Baustile anpassen lassen. So können auch Gebäude mit hohen gestalterischen oder denkmalpflegerischen Anforderungen Solarstrom produzieren, ohne dass die architektonische Erscheinung durch klassische Solarmodule grundlegend verändert wird.

Kelva Systems entwickelt Wärmespeicher aus Beton für industrielle Anwendungen. Erneuerbarer Strom wird dabei in Wärme umgewandelt und in speziell entwickelten Betonblöcken bei Temperaturen von knapp 600 Grad Celsius gespeichert. Bei Bedarf kann die Energie als Dampf oder Heissluft wieder für industrielle Prozesse bereitgestellt werden. Auch die Nutzung vorhandener Abwärme ist Teil des Ansatzes.

FrostForge arbeitet an einer netzunabhängigen Lösung für nachhaltige Kühlung. Das Genfer Startup entwickelt modulare, containerisierte Systeme, die Wärme aus Solarenergie, industrieller Abwärme oder anderen Wärmequellen direkt zur Produktion von Kälte und Eis nutzen. Die Technologie kommt ohne klassischen elektrisch betriebenen Kompressor aus und ist insbesondere für Anwendungen interessant, bei denen keine zuverlässige Stromversorgung vorhanden ist.

nihito entwickelt Lösungen für die Elektrifizierung von Lkw-, Bus- und Nutzfahrzeugdepots. Die Plattform verbindet Flottenplanung, Ladevorgänge und Energiemanagement und berücksichtigt dabei unter anderem Abfahrtszeiten, Ladezustände, Netzkapazitäten, Stromtarife und lokale Photovoltaikproduktion. Ziel ist es, elektrische Flotten möglichst effizient innerhalb der vorhandenen Energieinfrastruktur zu betreiben und Investitionsentscheide datenbasiert vorzubereiten.

REEcover widmet sich der Rückgewinnung seltener Erden aus Abfallströmen. Das aus der ETH Zürich hervorgegangene Startup entwickelt eine patentierte Technologie, mit der kritische Metalle aus Elektronikabfällen zurückgewonnen und voneinander getrennt werden können. Damit will REEcover einen Beitrag zu einer stärkeren Kreislaufwirtschaft und einer nachhaltigeren Versorgung mit wichtigen Rohstoffen für die Energie- und Technologiewende leisten.

Gemeinsam Innovation voranbringen
Möglich wird der Energy & Environment Accelerator durch die enge Zusammenarbeit eines starken Netzwerks aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand sowie dem Energie- und Startup-Ökosystem.

Hauptpartner des Programms ist die Bloom Foundation. Als Public Partners engagieren sich das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich sowie ZHAW sustainable der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Als Corporate Partners unterstützen die BKW AG, Electrosuisse und die Technopark Winterthur AG den Accelerator.

Ergänzt wird der Accelerator weiter durch zahlreiche Supporting Partners: den Verein Energie Zukunft Schweiz, Swisspower AG, energie bewegt winterthur, den Energy Startup Day, Innovation Monitor, Start Up Energy Transition (SET), die Stadt Winterthur, das INVENTRIX Energy Ventures Network, Chi Impact Capital und Übermorgen Ventures.

Diese breite Partnerschaft bringt unterschiedliche Kompetenzen, Netzwerke und Perspektiven zusammen und schafft für die teilnehmenden Startups wertvolle Verbindungen zu Unternehmen, Investoren, Fachpersonen und öffentlichen Institutionen.

Für uns im Technopark Winterthur ist der Accelerator ein wichtiger Baustein, um innovative Lösungen aus dem Energie- und Umweltbereich frühzeitig zu fördern und mit relevanten Akteuren zu vernetzen. Die acht ausgewählten Startups zeigen eindrücklich, wie vielfältig die Ansätze für eine nachhaltigere Energie- und Ressourcenzukunft sind.

Wir freuen uns darauf, kuafu, TALPA Inspection, SUNAXER, Freesuns, Kelva Systems, FrostForge, nihito und REEcover in den kommenden Monaten zu begleiten und ihre Entwicklung im Energy & Environment Accelerator 2026/27 mitzuverfolgen.

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